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Titanimplantate

Bedenklich oder unbedenklich? Was ist die richtige Materialwahl?

Titan gilt allgemein als sehr gut verträglich und es werden keine allergischen Reaktionen nachgewiesen. Allergien sind jedoch nicht die einzige Nebenwirkung die ein menschlicher Organismus als Reaktion auf eine Berührung mit körperfremden Materialien zeigen kann. Daher ist trotz allem VORSICHT VOR TITANIMPLANTATEN geboten.

Titanimplantate

Die Gefahren von Titanimplantaten: Überempfindlichkeit mit autoimmuner Reaktion

Entzündungserscheinungen, eine proentzündliche Reaktion des Gewebefresszellen oder eine Ansiedelung von Titanoxidpartikel im umgebenden Gewebe können negativen Folgen von Titanimplantaten sein. Bei ca. 15 % der Patienten kommt es nach Einsetzen von Titan-Implantaten zu unerwünschten Entzündungserscheinungen. Dies hat zur Folge, dass es lokal zu einer schlechten bis ausbleibenden knöchernen Einheilung (Osseointegration) und zu lokalen Entzündungen im Bereich des Knochens oder Weichgewebes rund um das Implantat führen (Periimplantitis) kann. Schlimmer noch ist es, wenn die entstandene Entzündung „auf Wanderschaft geht“ und den ganzen Körper erfasst. Wie Sie sich vorstellen können, kann dies zu weitreichenden gesundheitlichen Problemen des gesamten Organismus führen.

Die häufigste Ursache der individuellen Überempfindlichkeit gegenüber Titan ist eine überschießende proentzündliche Reaktivität der sogenannten Gewebemakrophagen (Gewebefresszellen). Ob eine solche Hyperreaktivität auf Titan vorliegt kann mittels Bluttests geprüft werden. 

Negative Reaktion auf Titanoxidpartikel im Gewebe

Jedes Mal wenn ein Titanimplantat eingesetzt wird, findet ein metallischer Abrieb statt. Die Partikel dieses Abriebes sind kleine Titanoxide, die sich nach Einsetzen eines Titanimplantates nahezu immer im umgebenden Knochen- oder Weichgewebe des Implantates ablagern. Auch von der Oberfläche des Implantates können sich Titanoxidpartikel lösen, welche sich im umliegenden Gewebe ablagern. Diese versprengten Titanpartikel können, die oben beschriebene entzündliche Überreaktion auslösen und zeigen dann diese Effekte:

  • Hemmung von Enzymaktivitäten
  • Vermehrte Bildung freier Radikale
  • Öffnung der Blut-Hirn-Schranke mit entsprechenden Wirkungen auf Psyche, Nerven und Immunsystem
  • Autoimmunkrankheiten wie z.B. Multiple Sklerose, Alzheimer oder Morbus Parkinson
  • Potenzierungseffekte auf andere Schadstoffe